{"id":2626,"date":"2023-02-20T20:54:05","date_gmt":"2023-02-20T19:54:05","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.lateshift.ch\/?p=2626"},"modified":"2023-02-20T20:54:07","modified_gmt":"2023-02-20T19:54:07","slug":"anti-spiegel-spanische-schweine-brauchen-ukrainisches-getreide-dringender-als-hungernde-afrikaner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.lateshift.ch\/?p=2626","title":{"rendered":"Anti-Spiegel | Spanische Schweine brauchen ukrainisches Getreide dringender als hungernde Afrikaner"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Sommer wurde das Getreideabkommen geschlossen, das Millionen Tonnen ukrainischen Weizens an hungernde Menschen in der Welt liefern sollte, weil Russland angeblich den Hunger als Waffe eingesetzt hat. Das Getreide ist aber woanders hingegangen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">20. Februar 2023 04:00 Uhr<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erinnern Sie sich noch daran, wie Politik und Medien im Sommer 2022 behauptet haben, Russland setze den weltweiten Hunger als Waffe ein, weil es angeblich den Getreideexport aus der Ukraine verhindert? Gut, Anti-Spiegel-Leser wissen, dass das von Anfang an gelogen war und <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/von-hoechster-stelle-bestaetigt-die-ukraine-verbietet-weiterhin-den-weizenexport\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">dass es Kiew war<\/a>, dass die Getreideexporte erst im Tausch gegen westliche Anti-Schiffsraketen freigeben wollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber auch nach dem Abschluss des <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/worum-es-bei-den-streit-um-das-getreideabkommen-geht\/\" target=\"_blank\">Getreideabkommens<\/a> ging die L\u00fcge weiter, denn der ukrainische Weizen ging nicht etwa in die \u00e4rmsten L\u00e4nder der Welt, sondern zum gr\u00f6\u00dften Teil in die EU. <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/der-weltweite-hunger-und-die-heuchelei-des-westens\/\" target=\"_blank\">Dar\u00fcber habe ich oft berichtet<\/a>. Das ist keine russische Propaganda, jeder kann das auf der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.un.org\/en\/black-sea-grain-initiative\/vessel-movements\" target=\"_blank\">Seite der UNO<\/a>, die peinlich genau jedes Schiff mit Ladung und Zielhafen auflistet und auch grafisch zeigt, welche L\u00e4nder wie viel Getreide bekommen haben, nachpr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Heuchelei des Westens war dem russischen Fernsehen in seinem w\u00f6chentlichen Nachrichtenr\u00fcckblick am Sonntag eine sarkastischen <a href=\"https:\/\/vesti7.ru\/video\/2567355\/episode\/19-02-2023\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kommentar<\/a> wert, den ich \u00fcbersetzt habe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Beginn der \u00dcbersetzung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie spanische Schweine Millionen von Tonnen ukrainischen Getreides bekamen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Spanische Schweine genie\u00dfen ukrainisches Getreide. Fast drei Millionen Tonnen ukrainisches Getreide landeten in Spanien, einem Land, das in der Schweinefleischproduktion weltweit f\u00fchrend ist. Die Spanier behandeln Schweinekeulen auf besondere Weise, um den ber\u00fchmten Jamon zu erhalten. In den Anfangsjahren der EU versuchte man in Br\u00fcssel sogar, Jamon zu verbieten, weil die Herstellung den Hygienestandards der EU widersprach. Aber Spanien bestand auf der so genannten \u201ekulturellen Ausnahme\u201c. Das hei\u00dft, es durfte seinen eigenen Schinken ausnahmsweise so reifen lassen. Andere d\u00fcrfen das nicht, aber Spanien schon. Sie haben lange gek\u00e4mpft, wie auch immer, aber Jamon ist jetzt eine Delikatesse f\u00fcr die Goldene Milliarde. So wie ukrainisches Getreide eine Delikatesse f\u00fcr spanische Schweine ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber es gibt eine Nuance. Millionen von Tonnen ukrainischen Getreides sind durch Betrug zu den spanischen Schweinen gelangt. Denn als die westlichen L\u00e4nder im letzten Sommer darauf bestanden, einen Korridor f\u00fcr den Export ukrainischen Getreides einzurichten, schrien sie, dass die \u00e4rmsten L\u00e4nder der Welt Brot brauchen. Ohne Brot wird es eine Hungersnot geben. Russland sei angeblich der Organisator einer planetarischen Hungersnot.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der \u00f6sterreichische EXXpress schrieb dazu: \u201eOhne Weizen aus der Kornkammer Europas Ukraine w\u00fcrden die \u00e4rmsten L\u00e4nder Asiens und Afrikas massenhaft verhungern. Das war das Hauptargument der EU in den Verhandlungen mit Russland, als es um den Export von Millionen Tonnen ukrainischen Weizens durch den Korridor in der T\u00fcrkei ging. Aber die \u00e4rmsten L\u00e4nder der Welt erhielten das wertvolle Getreide nicht. Stattdessen wurde das reiche Spanien zum Hauptabnehmer. Und das, obwohl die Spanier genug Getreide f\u00fcr ihren eigenen Bedarf produzieren. Spanien ist jedoch einer der gr\u00f6\u00dften Schweinefleischproduzenten der Welt, und genau dort landeten 2,9 Millionen Tonnen Weizen und Mais aus der Ukraine.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das hei\u00dft, Millionen Tonnen ukrainischen Getreides gingen an spanische Schweine. \u00c4thiopien, so EXXpress weiter, erhielt nur 167.000 Tonnen ukrainischen Weizens und der Sudan sogar noch weniger: 65.000 Tonnen. Das sind Kr\u00fcmel f\u00fcr ein Land mit einer Bev\u00f6lkerung von 150 Millionen Menschen. Spanische Schweine scheinen ukrainisches Getreide dringender zu brauchen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ach, wie europ\u00e4isch!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ende der \u00dcbersetzung<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Sommer wurde das Getreideabkommen geschlossen, das Millionen Tonnen ukrainischen Weizens an hungernde Menschen in der Welt liefern sollte, weil Russland angeblich den Hunger als Waffe eingesetzt hat. 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